Newsletter-Archiv

Nach 5 Jahren Pause startet mit der Jännerausgabe 2022 ein neuer Newsletter. Das Konzept bleibt im Grunde dasselbe: Ein Bibelvers mit Gedanken zum Zeitgeschehen verbunden mit aktuellen Terminen aus meiner Pfarrgemeinde flattert monatlich durch die Leitungen zu den Abonnent*innen nach Hause bzw. inzwischen wohl eher ohne Leitungen aufs Smartphone.

  • #9: Darfs ein bisserl mehr sein?

    Zugegeben, in der aktuellen Phase der Teuerung eine etwas provokante Frage. Und für viele wohl auch eher unverschämt. Alltag meint für viele „das Notwendige“. Meint die Pflicht, die Last. Der Glaube will sich damit nicht abfinden.


  • #8: Spalter!

    Manche*r könnte den Eindruck gewinnen, dass unsere Gesellschaft mehr und tiefer gespalten ist als je zuvor, Aber ist das Vorhandensein von Spaltungen nicht auch Ausdruck pluralistischer Meinungsfreiheit und somit Kennzeichen einer freien Gesellschaft, in der Menschen gegensätzliche Positionen einnehmen können?


  • #7: Ich bin dann einmal weg!

    Wo auch immer unsere Urlaubsziele liegen oder erträumt werden, träumen Sie schon vom Urlaub? Oder bleibt Ihre Traumdestination auch einer, also ein Traum? Können wir uns Sehnsuchtsorte überhaupt leisten? Haben wir die große Sehnsucht schon ersetzt? Haben wir sie uns abgewöhnt?


  • #6: (M/D/K)ein weiter Raum

    Du stellst meine Füße auf weiten Raum (Psalm 31, 9b). Die heiklen Themen Land, Heimat, Regierung, wieso wir besser über Gerechtigkeit reden sollten als über die vermeintliche Entwertung der Staatsbürgerschaft und wieso Raum nicht in den bürgerlichen Kategorien von „mein“ und „dein“ aufgeteilt sein muss.


  • #5: Nicht zufrieden geben

    Suchet der Stadt Bestes. (LUT) Jeremia 29,7 Ja, es gibt sie natürlich auch in meiner theologischen Existenz: Die Bibelstellen, die mir besonders viel bedeuten. Eine ganz besondere wird auch Grundlage meiner Predigt bei meiner Amtseinführung am 22. Mai sein. Eine andere, ebenfalls aus dem Ersten Testament ist das Wort aus dem Propheten Jeremia. Er ruft […]


  • #4: Übergehen

    Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige (LUT) Psalm 51,17 Maria von Magdalena kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. (EU) Johannes 20,18 „Ich bin Jausenchef!“ Stolz erzählt mir meine Tochter, dass sie das Geschirr nach der Jause […]


  • #3: Der Russe und ich (II)

    Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen. Matthäus 5,44 Vor acht Jahren habe ich zu diesem Vers schon einmal einen Text geschrieben: Der Russe und ich. Darin bin ich meinem Gefühl aus der Zeit des Kalten Krieges nachgegangen: Dem Russen auf der einen (schlechten) Seite und dem Westen […]


  • #2: (Gelbe) Engel

    Oder wie Gottes Pannenhilfe aussehen kann. Sie kommen aus dem fernen Morgenland. Sie sind lange unterwegs und folgen einem Stern. Die Weisen aus dem Morgenland, oder Heiligen drei Könige, stehen prototypisch für Menschen, die sich auf den Weg machen zu Gott. In diesem Fall zum Jesuskindlein in der Krippe. Aufbrechen und sich auf den Weg […]


  • #1: Rund um die Uhr geöffnet

    Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Johannes 6,37 (E) Zugegeben, während ich diese Zeilen schreibe, habe ich mein Telefon ausgeschaltet. Ich bin nach den Weihnachts(gottes)diensten mit der Familie weggefahren. Raus und weg. Weg von den täglichen Verpflichtungen, raus aus dem Alltag. Ein paar Tage Ferien. Endlich Zeit für …  […]


  • Rinks oder Lechts?

    Wir leben in vermeintlichen Gegensätzen. Entweder bin ich für etwas oder dagegen. Aber es hat auch Auswirkungen, wenn wir keine Entscheidung treffen oder sie aufschieben.


  • Aus der Traum

    Sie sind das Ziel unserer Hoffnung, wenn sie es einmal besser haben sollen als wir: Kinder. Es wird Zeit für Ent-Täuschungen!


  • Saisonarbeit

    Jetzt haben wir es fast geschafft. Fußball, Quoten und was auch immer gerade Saison hat.


  • Hoffnung beflügelt

    Es ist ein alter Traum, wenn nicht sogar der älteste überhaupt: Der Traum vom Fliegen. Was ist aus unseren Träumen geworden?


  • Um einen Anfang zu machen

    Ich habe ein wenig in meinen Unterlagen aus dem Studium geblättert. Bonhoeffer habe ich gefunden.


  • Lebensmittelpunkte

    Schade, dass man an der Grundstücksgrenze nicht auch den Rollladen herunterlassen kann, wie nach Ladenschluss.


  • Hausverstand

    In der Geschichte war es statistisch am besten, unpolitisch zu sein, um eine lange Lebenszeit genießen zu können.


  • Eigentlich sollte ich

    Ich bin ein gutes Beispiel – nein besser: Ich gebe ein gutes Beispiel ab. Um es im österreichischen Indikativ zu sagen: Eigentlich wollte ich


  • Auf Durchzug geschaltet

    Wir sind als Gesellschaft gerade dabei, unser Gewissen zu verlieren. Dabei haben wir doch schon längst auf Durchzug geschaltet. Nicht nur an den Grenzen, sondern auch im Kopf.


  • conditio humana

    Die Sünde hat abgewirtschaftet. Dabei hat alles so gut angefangen: Kaum ein Begriff war nachhaltiger und mit mehr Sanktionsmöglichkeiten verbunden, wie dieser.


  • Grundlos. Bodenlos. Hoffnungslos.

    Fünf alte Männer in einem Krankenhauszimmer wollen glauben, was ihnen erzählt bzw. in der Zeitung entgegen geschrieben wird. Glauben, dass Flüchtlinge iPhones geschenkt bekommen, dass sie kostenlos einkaufen dürfen und so weiter.


  • Mehrtopf statt Eintopf

    Offensichtlich geht es nicht nur dem sprichwörtlichen Bauern so, dass er nicht frisst, was er nicht kennt.


  • Achtung: Aufnahme!

    Einmal im Jahr glauben wir, unser Leben gründlich ändern zu können. Dieser Glaube verpufft dann fast gleichzeitig mit den Feuerwerksraketen, nur nicht so spektakulär.


  • Enttäuscht?

    Enttäuschte Erwartungen. Nachdem die Kerzen niedergebrannt sind, das elektrische Licht wieder an ist und man plötzlich merkt, es hat sich nichts geändert.


  • Zum Teufel mit der Freiheit

    Nun feiern wir auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 heuer das Jahr der Freiheit. Wieder einmal. Wollen wir das wirklich, die Freiheit feiern? Geht es Ihnen nicht auch so, dass Sie das Wort „Freiheit“ schon gar nicht mehr hören können? Zum Teufel mit der Freiheit!


  • Haltbar gemacht

    Vieles liegt verborgen „unten“ in unseren Kellern. Weggestellt, damit wir „oben“ mehr Platz haben. Weggestellt, aber nicht für immer, denn es ist ja bekanntlich nicht alles schlecht, was in den Keller kommt. Weggestellt, um es später genießen zu können, denn im Keller hält vieles länger.


  • Deus lo vult

    Das Wissen darüber, was Gott will, scheint dem Zeitgeist viel mehr geschuldet zu sein, als wir glauben möchten. Der englische Theologe Radulfus Niger hat ein klares Nein gesetzt: Deus non vult. Das Gebot der der Stunde scheint aber wieder „Gott will es“ zu sein.


  • Mitgemeint

    Es stimmt: Über Geschmack lässt sich streiten. Und so muss ich gleich gestehen, dass die Musik von Herrn Gabalier nicht den meinen trifft – weit daneben!


  • Stress‘ di net

    Zur Zeit geht es richtig rund bei mir. Nun ist das Runde als Solches nicht schlecht, aber derzeit hat das Runde eine völlig überflüssige Ergänzung, die im Grunde das Gegenteil bezeichnet: Un. Und das bin ich: unrund.


  • Der Russe und ich

    Meine Welt war ganz einfach: Der Osten ist schlecht und wir (=Westen Europas?) waren die Guten. Mit dem Fall des eisernen Vorhangs durch Alois Mock und einem von drüben hat sich viel geändert. Aber nicht im Kopf. Der Osten ist schlecht, nur dass der Osten jetzt weiter in den Osten gerückt ist und die Ungarn jetzt zu „uns“ gehörten.


  • Gestorben um zu leben

    Was dient dem Leben (aller)? Haben wir nicht auch den Grundsatz verinnerlicht, dass „gerecht ist, was mir nützt und nicht dem anderen“?


  • Nicht zufrieden geben

    Die Stadt steht für den Lebensraum der Menschen. Früher hörte die Stadt an den Stadtmauern auf. Heute müssen wir die Grenzen dessen, was unser Verantwortungsraum ist, viel weiter ziehen. Stadt, Land, Nationalstaat, vereintes Europa sind zu enge Grenzen.


  • Zahlenspiele

    Haben Sie nicht auch den Wunsch, völlig einzigartig zu sein? Sind Sie es nicht auch leid, immer eine/r von X zu sein? Eine/r von 449.668, wenn Sie auf Jobsuche sind. Oder von 369.837, wenn Sie nicht eine/r von 79.831 sind, die im Jänner in einer Schulung waren.


  • Glaub‘ ans Glück!

    Was möchte ich im Jahr 2014 erfahren haben? Wie werde ich darin gewesen sein? Was brauche ich wirklich zum Leben und zum Glücklich-Sein? Und vielleicht kann ich in einem Jahr zurück schauen und mit dem Psalmbeter einstimmen, dass es die Nähe Gottes war, die mein Glück war.


  • Rauskommen oder Reinlassen?

    Das Fest ist angezählt. Mit ihm die Warnung, wir sollen nicht dem Konsum nicht zum Opfer fallen. Ein Opfer, dem so manche wirklich gerne zum Opfer fallen würden, wenn sie denn nicht bereits Opfer wären.


  • Lasst Blumen sprechen

    Es liegt wohl in der der Natur der Dinge, wenn wir Menschen uns im Herbst auch unserer eigenen Vergänglichkeit stärker bewusst werden. Wenn die Blätter fallen und die letzten Blüten verwelken, dann fragen auch wir uns, was sein wird, wenn wir verwelkt sind. Und gleichzeitig drängt sich Protest in diese Frage: Gibt es denn gar nichts Bleibendes auf der Welt?


  • Wahlväter

    In den letzten Tagen habe ich in Gesprächen immer wieder das Gefühl, dass Menschen der Meinung sind, dass sie mit ihrer Stimmabgabe alles Notwendige getan haben, vergleichbar also mit dem Zeugungsakt.


  • Können Sie sich vorstellen…

    … werde ich derzeit recht oft gefragt. … frage ich selbst gerne. …, dass es uns gelingt,andere zu bewegen, weiter zu sehen und zu denken?


  • Konflikte: Furchtbar oder fruchtbar?

    Jede Innovation verändert. Und Veränderung wird von Menschen nicht immer begrüßt. Und daher bringen Veränderungen notwendiger Weise Konflikte mit sich.


  • Anlagetipp: Erwirb soviel du kannst, spar soviel du kannst, gib soviel du kannst.

    Viele Menschen glauben immer noch, dass Geld arbeitet. Dass ist ein Irrglaube! Jeden Cent, den ich an Zinsen erhalte, arbeitet irgendwo auf der Welt jemand ab. Dabei ist Geld etwas wirklich wunderbares, bzw. kann es sein.


  • Das Gute wollen, das Böse wählen

    Eigentlich könnte das Leben so einfach sein: Man erkennt, was gut ist, und handelt danach. Die Lebenserfahrung zeigt, dass es so einfach nicht ist.